Früher landwirtschaftliches Mustergut eines Lokomotivkönigs, heute architektonisches Ensemble mit Atmosphäre: Das Landgut A. Borsig in Nauen ist seit Jahrhunderten ein magischer Ort. Michael Stober und Tanja Getto haben neben Logierhaus, Ställen, Brennerei, Remise und Kornspeicher nun auch die alte Scheune umgewandelt und ein Bioland-zertifiziertes Hotel eröffnet.

Früher landwirtschaftliches Mustergut eines Lokomotivkönigs, heute architektonisches Ensemble mit Atmosphäre: Das Landgut A. Borsig in Nauen ist seit Jahrhunderten ein magischer Ort. Michael Stober und Tanja Getto haben neben Logierhaus, Ställen, Brennerei, Remise und Kornspeicher nun auch die alte Scheune umgewandelt und ein Bioland-zertifiziertes Hotel eröffnet. Mit umweltfreundlicher Technik, werthaltiger Einrichtung und Öko-Produkten verbürgt sich das Haus bis ins Detail für sein Bio-Label. Nicht von ungefähr fiel bei der Ausstattung der Gästebäder die Wahl auf bodengleiche, fugenlose Duschflächen von Bette. Die Badobjekte aus Stahl/Email punkten in Sachen Nachhaltigkeit gleich mehrfach.

Wer der deutschen Alleenstraße 25 Kilometer westlich von der Stadtgrenze Berlins aus folgt, erreicht den Groß Behnitzer See. Und entdeckt dort das Landgut A. Borsig, das neben stilvollem Ambiente auch viel Geschichte bietet. „Ich habe hier gestanden und es gespürt“, erinnert sich Michael Stober an das Jahr 2000, als er das erste Mal den Ort besichtigte. Alte Bäume am Ufer, ein Hof mit 6.000 Quadratmetern märkischem Feldsteinpflaster und 30.000 Quadratmeter Grünflächen umschließen die vielfältigen Gebäudeteile. Darin sind barocke Stuckelemente, Kristalllüster und historische Deckenmalerei ebenso zu finden wie preußische Stahlsäulen, Ziegelsteinwände und Dielenboden. Das Kulturgut wurde aufwendig, originalgetreu und einfühlsam restauriert. Mit der Eröffnung des Bio-Hotels im September 2012 wird für den ehemaligen Bauunternehmer Stober das architektonische Kleinod nun komplett.

Den Tagungs- und Hochzeitsgästen, Erholungssuchenden und Kulturreisenden, die hier logieren, stehen im Bio-Hotel 82 komfortable Doppelzimmer, drei davon behindertengerecht und alle für Allergiker geeignet, zur Verfügung. Die 20 großzügigen Suiten wurden mit ausgewählten Kunstwerken ausgestattet, um den Räumen eine zusätzliche persönliche Note zu geben. Im Fokus: minimalistische Schönheit und eine geradlinige, lässige Art. Das Bio-Hotel wird gerne für mehrtägige Erholungsaufenthalte mit Ausflügen in den Naturpark Westhavelland gebucht. Die Landschaft lädt zum Wandern, Radfahren oder Reiten ein. Man kann auf den Spuren des Dichters Fontane wandeln, am Originalschauplatz in Erinnerungen an „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck“ schwelgen oder den Erlebnispark Paaren besuchen. In der Nähe gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser Klessen, Nennhausen und Paretz.

Bio-Hotel mit neuesten ökologischen Standards
Das denkmalgeschützte Kulturgut in Brandenburg hat für seine Besucher noch mehr zu bieten: die erste vollautomatische Kartoffeldämpfmaschine, die 26,5 Tonnen schwere „Dicke Bertha“ und die 120 Jahre alte Lithographiewerkstatt. An diesem historischen Ort wurden politische Entscheidungen getroffen, demokratische Grundlagen geschaffen, soziale Standards neu definiert. Als August Borsig 1837 seine Eisengießerei und Maschinenfabrik gründete, begann sein Aufstieg vom Pionier zum Industriellen. Der Tüftler revolutionierte mit seinen Eisenbahn- und Dampfmaschinen ganz Europa und erschuf eine namhafte Eisenbahndynastie. Der Lokomotivkönig versorgte Tausende von Arbeitern mit selbst produzierten Lebensmitteln – vom landwirtschaftlichen Mustergut in Groß Behnitz. Und zeigte sich so als Vorreiter in Sachen sozialer Verantwortung – mit einem eigenen landwirtschaftlichen Konzept.

Das Landgut – im Jahr 1173 erstmals urkundlich erwähnt – galt auch als Ort der Wissenschaft und Forschung. Hier wurden Ideen und Entwicklungen vorangetrieben, die das Land prägten. Dieses faszinierende Stück deutscher Geschichte an diesem besonderen Ort erleben, erfahren und genießen – das war die Vision von Michael Stober. Als neuer Eigentümer setzte er – unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte – ein nachhaltiges Geschäftskonzept mit kulturellem Hintergrund in die Tat um. In dem Vier-Sterne-Haus geht es vor allem um die Entschleunigung – in der Außenanlage ebenso wie in den Räumlichkeiten.

„Bette auf den ersten Blick“
Gedeckte Farben, puristischer Stil und viel Liebe zum Detail – so präsentieren sich die Zimmer in den Kategorien Standard, Comfort und Superior. Der achtsame Umgang mit Ressourcen hat einen hohen Stellenwert. Schließlich steht der Name Borsig nicht nur für Mobilität, sondern für Innovation und Fortschritt. Nicht von ungefähr haben daher auch die Produkte aus dem Hause Bette hier ihren Platz eingenommen. Michael Stober beschäftigte sich lange mit dem Thema nachhaltiges Bauen. „Beim Zeitschriften und Prospekte blättern habe ich einen Artikel über die Firma Bette entdeckt – das hat mir auf Anhieb gefallen“, antwortet er auf die Frage, wie er auf den Delbrücker Spezialisten gekommen sei. Für ihn sei sofort klar gewesen, dass die Badobjekte aus hochwertigem Stahl/Email, die sich durch nachhaltige Produktion, zeitloses Design und extreme Langlebigkeit auszeichnen, ideal ins Konzept des zertifizierten Bio-Hotels passen.

Zurückhaltende Eleganz – diese dominiert auch in den Bädern und Gästebädern. In letzteren wurden BetteFloor Duschflächen eingebaut. Die fugenlos verschweißten Stahlkörper wirken fast wie Kunstobjekte in den ansonsten schlicht gehaltenen Räumen. Das Stahl/Email-Produkt ist im Bereich bodengleicher Duschen richtungsweisend: Der Einbau gewährleistet nicht nur einen komfortablen Ein- und Ausstieg, sondern ist durch das kontinuierliche, leichte Gefälle zum mittigen Ablauf besonders plan. Der Ablaufdeckel schließt flächenbündig mit der Duschfläche ab und passt sich dezent ins Gesamterscheinungsbild ein.

BetteFloor-Duschflächen sind in einer großen Maßvielfalt erhältlich. Im Bio-Hotel wurden sie mit einer Größe von 140 x 80 Zentimetern eingebaut. Flach und eckig wie eine große Fliese wurde das Stahl/Email-Objekt in die Bodengestaltung integriert. Mit reduzierter Formensprache und in weiß-matter Optik wirkt die bodengleiche Duschfläche in der Raumarchitektur harmonisch. Der zentrale Ablauf gewährleistet einen exzellenten Duschkomfort und erzielt ein hohes Ablaufvolumen bei minimalen Einbauhöhen: Die Ablaufleistung liegt mit 0,85 l/Sek. deutlich über der Norm. Identisches gilt für das abgestimmte BetteEinbausystem Bodengleich, das BetteFloor vorbildlich Schall entkoppelt. Das System erfüllt die Anforderungen an Schallschutz im Hochbau gemäß DIN 4109/A1 und mit nur 20 db(A) sogar Schallschutzstufe III der Norm – geprüft und bestätigt vom Fraunhofer-Institut. Die superflache BetteFloor wurde mit sechs renommierten Designpreisen ausgezeichnet und hat es zum jüngsten Klassiker im Badbereich geschafft.

Kleines Detail, in puncto Hygiene ganz groß
„Ich wusste sofort: Das ist die ideale Lösung.“ Dass der Bauherr mit seiner Einschätzung richtig lag, bestätigen die positiven Resonanzen seitens der Gäste – und des Reinigungspersonals. Das agiert im Bio-Hotel ausschließlich mit ökologischen Putzmitteln und freut sich über den geringen Arbeitsaufwand mit den Duschwannen im Alltag. Ein kleines Detail spielt in Sachen Hygiene eine große Rolle: Die Duschfläche zeichnet sich durch speziell gefertigte Ecken mit einem rechten Winkel bis in die Spitze aus. Das unterscheidet sie von herkömmlichen Duschwannen, deren runde Ecken die Verfugung mit viel Silikon notwendig machen. Doch die breiten Wartungsfugen sind hygienisch und optisch bedenklich. Bei der BetteFloor hingegen laufen die Ecken präzise ins rechtwinklige Fliesenraster. Möglich wird das durch ein speziell von Bette entwickeltes, laserbasiertes Schneid- und Schweißverfahren. Mit einer schmalen Silikonfuge schließt sich die Duschfläche den Fliesen an und fügt sich in das Fußbodenbild. „Bei der Gestaltung des Duschbereichs wurde im Millimeterbereich gearbeitet“, kommentiert Stober. Um auch die geflieste Wand im Duschbereich möglichst frei von Fugen zu halten, fiel die Wahl auf großformatige Fliesen (80 x 80 Zentimeter). Sie optimieren die fugenlosen Duschflächen von Bette im Bio-Hotel.

Dass sich der Hotelier für die hygienische Alternative zum gefliesten Duschbereich entschieden hat, zahlt sich im Hotelbetrieb täglich aus: Die durchgängige, glasierte und anorganische Oberfläche bietet keinerlei Angriffsfläche für Bakterien und Keime. BetteFloor ist nicht nur farbbrillant und UV-beständig, sondern auch robust, kratz- und schlagfest. Von der homogenen BetteGlasur lassen sich Schmutz und Seifenreste ganz leicht mit Wasser und milden Badreinigern abspülen. Diese besonderen Hygieneeigenschaften wurden vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Dass der technische Fortschritt immer ein Eckpfeiler des Borsig’schen Denkens war, spüren die Besucher auf dem Landgut bis heute. Die Nachhaltigkeit ist zentrales Motiv und das Label „Bio“ findet sich konsequent im gesamten Konzept des neuen Hotels in Nauen wieder: 16.000 alte Steine sammelten die Bauarbeiter auf dem Gelände ein und verwendeten sie für das Gebäude. Die Ziegel wurden im Fußboden verarbeitet. Der historische Kern der Scheune wurde zu einem Drittel erhalten, der fehlende Teil durch einen modernen Baukörper ergänzt. „Novellierungen geschehen stets im Dienste des Alten“, betont Stober. Der visionären Geist des Eisenbahnpatriarchen ist auch bei der Technik des Hotels spürbar: Eine Photovoltaik-Anlage versorgt das Haus mit regenerativ erzeugtem Solarstrom. Ein Regenwassernutzungssystem speist die WC-Spülungen, und zur Wärmegewinnung wird eine klimafreundliche Hackschnitzelheizung genutzt.

Neben den baubiologischen Kriterien erfüllt auch die Einrichtung die neuesten ökologischen Standards: So ist der Teppich im Hotelflur zu 100 Prozent aus Mais gefertigt und wandert, sobald er abgenutzt ist, in den Schafstall, wo er von hungrigen Mäulern „recycelt“ wird. Alle Zimmer des Bio-Hotels sind elektrosmogreduziert, ohne dass man auf Internetanschluss verzichten muss. Die Gäste schlafen in metallfreien Betten (hergestellt in einer sozialen Werkstatt) auf handgefertigten Bio-Matratzen: Kokosfasern, Naturkautschuk, Bio-Baumwolle und Seegras sorgen für den gesunden Schlaf. Die Bezeichnung Bio verdienen gleichermaßen auch Bettwäsche, Frotteeware und die Kosmetikserie.

Recycelbare Produkte – bis hin zur Duschfläche
Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe und die ökologische Ausrichtung beim Bau des Hauses findet ihren Nachhall beim kulinarischen Angebot: Für die fantasievollen Interpretationen brandenburgischer Küche werden regionalen und saisonalen Zutaten verwendet. Stober: „In einer Zeit, in der Fast Food, Tiefkühl- und Fertigprodukte unsere alltägliche Nahrungsaufnahme dominieren, liegen uns die marktfrischen Produkte am Herzen.“ Was nicht im eigenen, zehn Hektar großen Kräuter- und Gemüsegärten wächst, kommt vom benachbarten Ökodorf.

„Im gesamten Hotel wurde darauf geachtet, dass die Materialien getrennt verwertet werden und alles möglichst recycelbar ist“, so der Hotelier. Auch in diesem Punkt passt BetteFloor perfekt zur Philosophie des Hauses: Wenn das Produkt irgendwann einmal ausgedient hat, wird sich die Wertstoffkette schließen. Die Duschflächen sind nämlich ausnahmslos aus natürlichen Materialien (Wasser, Titanstahl und Glas) gefertigt, die sich komplett wiederverwerten lassen.

Bette GmbH & Co. KG, www.bette.de

Hotelier Michael Stober ist stolz darauf, dass das Thema Nachhaltigkeit im neuen Bio-Hotel Landgut A. Borsig in Nauen ganzheitlich umgesetzt wurde und auch im Hotelalltag gelebt wird. In einigen Gästebädern bildet eine Milchglas-Scheibe (Verbundsicherheitsglas) die Rückwand der Dusche – durch die zum Gästezimmer hin verglaste Wandöffnung fällt Tageslicht ins Bad. Die fugenlose BetteFloor-Duschfläche und großformatige Fliesen in den Gästebädern des Bio-Hotels tragen entscheidend zu Reinigungsfreundlichkeit und Hygiene bei. Das gesamte Bad ist mit großformatigen Fliesen (80 x 80 cm) ausgestattet – das wirkt nicht nur edel, die durchgehenden Flächen lassen sich auch optimal reinigen.

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