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Sa, Mai

Healthy Building Concept

Natürliche Lüftung mit Zu- und Abluftöffnungen. Foto: Renson

Lüftungstechnik
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Was ist gute Luft?: Ein praktikabler und relativ einfach zu messender Indikator für die Luftqualität in bewohnten Räumen ist der CO2-Gehalt. Mit dem Weglüften des durch den Menschen ausgeatmeten Kohlendioxids werden automatisch auch andere Luftschadstoffe wie beispielsweise flüchtige organische Verbindungen aus Möbeln, Teppichen oder Tapeten, sogenannte VOC reduziert. Der CO2-Gehalt in der Luft wird in ppm (parts per million – Teile pro Million) gemessen. Der natürliche CO2-Gehalt in der Luft ist in den zurückliegenden 100 Jahren durch die Industrialisierung von ca. 280 ppm auf 380 bis 400 ppm gestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet heute eine Atemluft mit 400 ppm CO2 als sehr gut.

Klassiker: Schalldämmlüftung Foto: Renson

In geschlossenen Räumen reichert sich frische Außenluft schnell mit CO2 an. CO2-Konzentrationen zwischen 500 und 900 ppm sind durchaus üblich. Das Bundesumweltamt beruft sich auf die DIN EN 13779 wonach bis 800 ppm von hoher Raumluftqualität gesprochen wird. Bis 1000 ppm spricht man von mittlerer Raumluftqualität, bis 1400 ppm von mäßiger und über 1400 ppm von niedriger Raumluftqualität. Andere Institutionen sprechen beispielsweise von hygienisch unbedenklicher Luft (< 1000 ppm CO2), hygienisch auffälliger Luft (< 2000 ppm CO2) und von hygienisch inakzeptabler Luft (> 2000 ppm CO2). Reale Messungen in verschiedenen Studien belegen CO2-Gehalte in Einfamilienhäusern zwischen 500 und 1500 ppm und in Schulen um 3000 ppm und sogar bis zu 6000 ppm. Gute Atemluft ist demnach keineswegs selbstverständlich. Für Mediziner ist CO2 übrigens ein Gift, das in höheren Konzentrationen Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Natürliche Lüftung mit Zu- und Abluftöffnungen. Foto: Renson

Natürlich lüften mit System: Das Thema Lüftung hat der Belgische Marktführer Renson bereits vor über 100 Jahren erkannt. Seit 1909 produziert das Unternehmen Lüftungselemente und Systeme verschiedenster Art und ist heute ein Marktführer in diesem Sektor. Bei einer natürlichen Lüftung fließt die frische Zuluft über Lüftungselemente rund um die Fenster in den Raum hinein und die verbrauchte Luft über Lüftungsschornsteine oder per Bad-Ventilator wieder ab. Die Zuluftelemente sind heute in schalldämmenden, thermisch getrennten oder bei Starkwind selbstregelnd schließenden Ausführungen verfügbar. Hohe Qualität zeichnet diese wartungsfreien und hygienisch völlig unkomplizierten Systeme aus. Wegen der großen Nachfrage nach natürlichen Lüftungen hat Renson 2016 u.a. ein Fenster mit einer intensiven Nachtauskühlung über eine Lüftungsklappe vorgestellt.

Bedarfsgeführte mechanische Lüftung mit Luftsensoren und fensterintegrierten Lüftungselementen. Foto: Renson

Gute Luft per Sensor: Den ersten Schritt zu einer kontrollierten Lüftung bietet die Healthbox. Sie ist eine über Sensoren bedarfsgeführte mechanische Lüftung, nutzt im Zuluftbereich die bewährten fensterintegrierten Lüftungselemente von Renson und saugt verbrauchte Luft über ein einfaches Rohrsystem aus den Räumen ab. In den bis zu acht Saugleitungen sind je nach Bedarf Sensoren für CO2 oder Luftfeuchtigkeit integriert und das gesamte System intelligent vernetzt als auch selbstkalibrierend. Ist niemand im Raum, erkennen die Schadstoffsensoren die Situation und die Anlage fährt auf ein Minimum herunter. Sind viele Menschen zu Besuch, kann die Box bei Vollleistung bis zu 325 Kubikmeter Luft pro Stunde abführen. Niedrige Anschaffungskosten, eine einfache Installation und Energiekosten in Höhe von etwa 28,- € pro Jahr machen diese Anlage zu einer sehr wirtschaftlichen Lösung im Sektor der sensorgesteuerten Lüftungen für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Mit seinen interessanten Leistungsparametern ist das intelligente Lüftungssystem laut einer Untersuchung des Fraunhofer Instituts für Bauphysik vergleichbar wirtschaftlich wie die vielfach teureren, komplizierteren und wartungsintensiveren Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Kontrollierte zentralisierte Lüftungslösung für Schulen und Büros mit integriertem Sonnenschutz: Zuluft über Fensterlüfter oder Fensterklappen, Abluft über sensorgesteuerte Healthconnectoren. Foto: Renson

Klein und groß: Bei Sanierungen im Bestand ist die Installation von zentralen Lüftungsanlagen oft nicht möglich. In solchen Fällen hilft Endura twist von Renson, eine dezentrale kleine Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Sie wird am Fensterrahmen eingebaut, belüftet den dazugehörigen Raum und erreicht eine Luftleistung von 60 Kubikmeter pro Stunde. Die integrierte Wärmerückgewinnung arbeitet mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent.

Ein Healthconnector von Renson kann mit seinen CO2- und Feuchtesensoren Abluftströme bis zu 600 m³ pro Stunde regeln. Foto: Renson

Große Bauten wie Schulen, Büros oder Krankenhäuser werden oft über leistungsstarke zentralisierte Lüftungssysteme bedient. Während die Zuluft auch hier über die bewährten fensterintegrierten Lüftungselemente oder Lüftungsklappen organisiert ist, wird die Luftqualität im Raum bei großen Systemen mit dem Healthconnector von Renson gemessen und gesteuert. Die integrierten Sensoren für den CO2-Gehalt und die Luftfeuchtigkeit regeln nach Bedarf den Abluftvolumenstrom ein. Ein Healthconnector kann, je nach Rohrdurchmesser, ein Luftvolumen von bis zu 600 Kubikmeter pro Stunde bewältigen. Die warme Abluft kann u.a. zum Erwärmen von Brauch- und Heizungswasser genutzt werden.

Für jeden Einsatz bietet Renson gesunde Baukonzepte. Ergänzt wird das Systemangebot aus natürlichen, sensorgesteuerten oder zentralisierten Lüftungen durch eine große Vielfalt von textilen oder strukturellen Sonnenschutzlösungen. Gesunde Atemluft und komfortabler Sonnenschutz ermöglichen gemeinsam überaus lebenswerte Räume.

Renson, www.renson.de

Luftsensoren, Fensterlüftungselemente und strukturelle Sonnenschutzmaßnahmen von Renson sichern in Krankenhäusern ein angenehmes gesundes Raumklima. Foto: Renson
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